Essentielle Aminosäuren – das steckt in Pilzen

Pilze enthalten alle essentiellen Aminosäuren, die der Körper braucht.

Im menschlichen Körper sorgen 23 Aminosäuren für Wachstum, Vitalität und Gesundheit. Acht essentielle Aminosäuren, die unser Körper selbst nicht herstellen kann, aber dringend benötigt, sind in Pilzen enthalten. Dazu zählen Valin, Isoleucin, Leucin, Phenylalanin, Methionin, Lysin, Threonin und Tryptophan.

So wichtig jede einzelne Aminosäure ist, richtig wirksam werden sie erst, wenn der Körper alle in ausreichender Menge erhält. Mangelt es an einer Aminosäure, werden meist auch die anderen nicht mehr richtig verarbeitet, sondern zu Fett und Zucker umgewandelt. Der Körper signalisiert dann häufig durch Hungergefühle, dass ihm etwas fehlt.

Pilze stellen eine gute Quelle zur Deckung des Bedarfs an essentiellen Aminosäuren dar. So enthalten beispielsweise 100 g Braune Champignons 0,3 g Lysin, 0,1 g Methionin und 0,2 g Leucin. Diese Handvoll Pilze deckt damit bereits rund ein Siebtel des Tagesbedarfs dieser drei Aminosäuren. Wer sie mit Nudeln oder Reis kombiniert oder einen Salat mit Pilzen und Sonnenblumenkernen oder Nüssen anreichert, ist schnell auf der sicheren Seite. Den Aminosäuren in Pilzen wird zudem eine hohe Bioverfügbarkeit attestiert. So erklärte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bereits 1981, dass die Protein-Qualität von Pilzen ausgezeichnet ist. Pilze stellen demnach eine gute Ergänzung zur täglichen Ernährung dar, insbesondere für Menschen, die den Verzehr tierischer Eiweiße einschränken.

So wirken essentielle Aminosäuren im Körper

Valin, Isoleucin und Leucin sind unter anderem für den Muskelaufbau verantwortlich. Ohne Phenylalanin können die Hormone Adrenalin und Noradrenalin oder der Botenstoff Dopamin nicht gebildet werden. Das Methionin liefert dem Körper Bausteine für nicht-essenzielle Aminosäuren. Lysin wiederum ist verantwortlich für Knochenwachstum, Zellteilung und Wundheilung. Nehmen wir zu wenig Threonin zu uns, fühlen wir uns müde und abgeschlagen, die Infektanfälligkeit steigt. Auch kann der Körper dann nicht genug Glycin herstellen, mit der Folge, dass die Reiz-leitung der Nerven nicht richtig funktioniert. Tryptophan schließlich sorgt dafür, dass genug Serotonin gebildet wird, das stimmungsaufhellend wirkt und für den richtigen Schlaf-Wachrhythmus sorgt. (Quelle: GMH/BDC)