Wer hätte das gedacht? Speisepilze schmecken nicht nur gut, sondern helfen uns auch bei der Wundheilung!

25.07.2015 16:05
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Zuchtchampignons enthalten Lektin, ein Kohlenhydrat, dass übermäßiger Zellbildung und damit auffälliger Vernarbung entgegenwirkt.

Champignons, Austernpilze und Shiitake sind reich an dem für die Wundheilung so wichtigen B-Vitaminen

Wie schnell eine Wunde heilt und ob man nun gutes oder schlechtes "Heilfleisch" hat, das ist uns zum Glück nicht in die Wiege gelegt, sondern hängt hauptsächlich von einer gesunden Lebensweise und einer ausgewogenen Ernährung ab. Dabei spielt eine ausreichende Zufuhr von B-Vitaminen und insbesondere der Pantothensäure, also Vitamin B5, eine entscheide Rolle, wie schnell die Wundheilung voranschreitet. Es ist also gut zu wissen, dass bereits jeweils 100 Gramm Champignons, Austernpilze oder Shiitake schon 33 Prozent der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin B5 enthalten. Wer also viele Pilze isst, der muss sich um ein gutes "Heilfleisch" keine Sorgen machen. Bekannt ist darüber hinaus, dass Pilze reichlich Polysaccharide besitzen. Diese stärken unser Immunsystem, was das Heilungsgeschehen ebenfalls positiv beeinflusst.

In Champignons steckt reichlich Pantothensäure (Vitamin B5), die  für eine schnelle Wundheilung von entscheidender Bedeutung ist.

Am Krebsforschungsinstitut der US-amerikanischen Indiana University, Bloomington/Indiana, entdeckte man weiterhin, dass Austernpilze eine bemerkenswert starke entzündungshemmende Wirkung besitzen. In einer Studie brachte man Fresszellen und weiße Blutkörperchen von Mäusen mit farblich markierten Bakterien zusammen und fügte Austernpilz-Extrakte von 12,5 mg/ml bis zu 100 mg/ml hinzu. Mit steigender Pilzkonzentration fiel die Entzündungsreaktion deutlich niedriger aus als erwartet. Die Bakterien wurden schneller besiegt. Aus dieser Erfahrung heraus formulierten die Forscher: “Unsere Studie legt nahe, dass Austernpilze starke entzündungshemmende Wirkung besitzen und als diätetisches Mittel gegen Entzündungen betrachtet werden können.” Also häufiger eine Handvoll leckerer Austernpilze essen, dann klappt es auch mit der guten Wundheilung.

Ist der Entzündungsprozess abgeklungen, sollte eine saubere Wundheilung ohne Narbenbildung einsetzen. Narben entstehen, wenn die Fibroblasten, das sind Bindegewebszellen, die für die Reparatur der Wunde zuständig sind, zu viel neue Zellen wachsen lassen. Studien an menschlichen Zelllinien zeigen, dass Lektin, ein Kohlenhydrat aus dem Zuchtchampignon (Agaricus bisporus) dieser übermäßigen Zellbildung entgegenwirkt. Mit ihm lassen sich auffällige, wulstige Narben verhindern. Von besonderem Interesse ist diese Erkenntnis für Augenärzte. Denn nach eigentlich gut gelungenen Star-Operationen geschieht es immer wieder, dass Narbenwucherungen das Ergebnis beeinträchtigen. In ersten Studien wurde nun nachgewiesen, dass Lektin auch die Zellneubildung im menschlichen Auge beeinflusst. Vielleicht, so die Hoffnung der Forscher, lässt sich bald mit Hilfe des Champignons die Narbenbildung im Auge kontrollieren. Erstaunliches steckt in den uns so vertrauten und leckeren Pilzen.

Viele weitere interessante Presseinformationen zu Champignons und anderen in Deutschland angebauten Speisepilzen finden Sie auch auf der Website www.gruenes-medienhaus.de.

 

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