Der Shiitake-Pilz: Top in Sachen Genuss und Gesundheit

15.05.2015 11:20
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Shiitake-Pilze, hier zusammen mit Champignons als Pilzfüllung in leckeren Wraps.

Lange Geschichte - Kostbares Geschenk für die japanischen Kaiser

Seide, Gold oder Jade, das würde man im Gepäck derjenigen vermuten, die vor 2000 Jahren um eine Audienz beim japanischen Kaiser nachsuchten. Stattdessen einen kleinen, unscheinbaren Pilz wie den Shiitake mit seinem geschuppten beige-bräunlichen Hut, seinen weißen Lamellen und seinem dünnen, etwas filzigen Stil? Darauf würde wohl niemand von selbst kommen. Aber die Japaner wussten, welche Kostbarkeit sie ihrem Kaiser mit dem Shiitake darbrachten.

Heimat des Shiitake ist der Ferne Osten

Der Shiitake ist ursprünglich in den Ländern Ostasiens zuhause. Wild wachsend kann man ihn dort mit etwas Glück auf Hartholzbäumen wie z. B. Japanischer Eiche, Buche, Walnuss oder Scheinkastanie finden. Sein Name leitet sich von der Kombination zweier japanischer Wörter ab: "Shi", dem japanischen Namen für Scheinkastanie und "Take", dem japanischen Wort für Pilz. Da er nur schwer zu entdecken war, galt er als rare Kostbarkeit und war höchst begehrt. Er diente nicht nur als köstlicher Speisepilz, sondern man erkannte schon sehr früh auch seinen Wert als gesundheitsförderndes Lebensmittel. So zählt ihn die Traditionelle Chinesische Medizin bereits seit Jahrtausenden zu den wichtigsten Heilpilzen und setzt ihn zum Beispiel bei Entzündungen, Magenleiden, Tumoren, Kopfschmerzen und vielen anderen Leiden mehr ein. Da die wildwachsenden Bestände den Bedarf kaum decken konnten, bemühte man sich sehr, den kostbaren Pilz zu kultivieren. Erstmals gelungen ist das um das Jahr 1.000 nach Christi. Der Shiitake ist daher der wohl älteste Kulturpilz der Welt.

Schon Platz 2 auf der Beliebtheitsskala der Speisepilze

Heute wird der Shiitake überall auf der Welt angebaut und ist bereits der zweitbeliebteste Speisepilz. Auch in Deutschland hat er sich inzwischen eine große Fangemeinde erobert. Jährlich werden bei uns etwa 500 Tonnen Shiitake aus deutschem Anbau verkauft und man bekommt ihn täglich frisch und in allerbester Qualität in praktisch jedem Gemüsegeschäft oder Supermarkt.

Köstlicher Geschmack - wertvolle Inhaltsstoffe

Der Shiitake überrascht mit seinem kräftigen Aroma nach Pilz und Wald, aber auch mit seinem intensiven, leicht knoblauchartigen Duft, der sich beim Braten und Schmoren entfaltet. So macht er nicht nur richtig Appetit, sondern es fällt auch leicht, dem Wohlbefinden etwas Gutes zu tun. Denn was die alten chinesischen Ärzte bereits wussten, das wurde durch moderne Untersuchungen bestätigt. Der Shiitake enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, die unter anderem unsere Immunabwehr regulieren und stärken, unseren Organismus bei der Überwindung von Virus- und bakteriellen Infektion unterstützen oder uns helfen, zu hohe Blutdruck- und Cholesterin-Werte zu senken. Darüber hinaus enthält er das Polysaccharid Lentinan, einen Wirkstoff, der in Japan zu unterstützenden Behandlung von Tumorerkrankungen zugelassen und erfolgreich eingesetzt wird. Wundert es da noch jemand, dass der "unscheinbare" Pilz in Wirklichkeit eine wahrhaft kaiserliche Gabe ist?

Einfache Verarbeitung

Wie alle Speisepilze aus deutschem Anbau, kommt auch der Shiitake so gut wie küchenfertig in den Handel. Wenn überhaupt, müssen höchstens einmal ein paar Substratreste am Ende des Stiel entfernt werden.  Anschließend wird er je nach Größe geviertelt, halbiert oder auch ganz gelassen. Danach kann er zum Beispiel mit Knoblauch und Zwiebeln gedünstet, im Wok mit Brokkoli, Bambussprossen und Spitzkohl geschmort, in Suppen und Eintöpfe oder zu Spaghetti gegeben werden. Mit seinem kräftigem Aroma passt er zu einer großen Vielzahl von Gerichten und lässt sich immer wieder anders zubereiten.

Viele weitere interessante Presseinformationen zu Champignons und anderen in Deutschland angebauten Speisepilzen finden Sie auch auf der Website www.gruenes-medienhaus.de.

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