Austernpilze wirken sich günstig auf erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte aus

30.09.2015 12:17
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Deutliche Senkung der Triglyzeride nach nur drei Wochen

Vermutet hatte man diese positive Wirkung der Austernpilze auf die Gesundheit des Menschen schon lange, denn Untersuchungen mit Tieren wiesen darauf hin. Die Studie von Prof. Dr. Andreas Hahn und Dr. Inga Schneider nahm sich des Themas nun erstmals auch beim Menschen an. Teilnehmer der Studie waren insgesamt 20 weibliche und männliche Studenten mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel. Während bei der einen Gruppe täglich eine Suppe mit 30 Gramm getrockneten Austernpilzen auf den Tisch kam, verzehrte die Kontrollgruppe stattdessen pro Tag eine Tomatensuppe der gleichen Menge. Nach drei Wochen stand fest: Bei den Studenten, die sich die Austernpilzsuppe schmecken ließen, ergab sich eine deutliche Absenkung der Blutfettwerte. Bei ihnen kreisten 37,5 mg/dl Triglyzeride weniger im Blut als vorher. Bei den Tomatensuppen-Essern dagegen zählten die Wissenschaftler 43,8 mg/dl Triglyzeride mehr.

Die Triglyzeride gehören zu den Blutfettwerten und sind wichtige Energielieferanten. Liegt ihr Wert oberhalb des Normbereichs, dann wird das Blut zähflüssig und verdickt, so dass das Risiko für Gefäßverschlüsse steigt. Als zu hoch gelten Werte von 200 mg/dl. Bei erhöhten Cholesterin-Werten oder Diabetes wird bereits ein Wert von 150 mg/dl als problematisch angesehen.

Damit nicht genug: Auch die LDL-Cholesterin Spiegel sanken signifikant

Parallel zum gesunkenen Triglyzerid-Spiegel verringerte sich auch der Anteil von oxidiertem LDL-Cholesterin im Blut der Austernpilz-Esser. In dieser Gruppe maßen die Ärzte eine Absenkung von 7,2 U/ml. Demgegenüber blieb in der Kontrollgruppe der Wert für das oxidierte LDL-Cholesterin nahezu konstant. LDL, das Low Density Lipoprotein, bindet das Cholesterin an sich, um es zu den Körperzellen zu transportieren. Problematisch wird es erst, wenn die Werte zu hoch sind und gleichzeitig zu wenig HDL vorhanden ist. LDL-Cholesterin oxidiert sehr leicht und wird dann in großen Mengen in den Arterienwänden gespeichert. So genannte Schaumzellen entstehen, die für die Arteriosklerose, also die Verhärtung und Verengung der Adern, verantwortlich gemacht werden.

Auch das in Speisepilzen enthaltene Chitin wirkt sich positiv auf das Cholesterin-Geschehen aus

Prof. Robert B. Beelmann von der Pennsylvania State University vermutete schon vor der Untersuchung in Hannover, dass Austernpilze in der Lage sind, das "schlechte" LDL-Cholesterin zu senken, ohne das "gute" HDL-Cholesterin zu unterdrücken. HDL (High Density-Lipoprotein) dient dem Abtransport des oxidierten und verbrauchten Cholesterins zur Leber. Dort wird es in Gallensäure umgewandelt und ausgeschieden. Er betont aber auch, dass das Chitin, also das Material, aus dem die Zellwände aller Pilze aufgebaut sind, eine wichtige Rolle im Cholesterin-Geschehen spielt. Chitin, das 25 bis 30 Prozent des Trockengewichts eines Pilzes beträgt, bindet die Cholesterin-Moleküle im Darm. So können sie nicht durch die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen und werden ausgeschieden.

Fazit

Austernpilze, aber auch andere Speisepilze, wirken sich auf vielfältige Weise sehr günstig auf die Zusammensetzung unseres Blutes aus. Wer also häufiger leckere Pilzgerichte mit Austernpilzen, Champignons, Shiitake & Co. auf den Tisch stellt, der tut seinem Körper etwas Gutes. Herz und Kreislauf danken es.

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